Sicherheitsbetrachtung
Die moderne IT-Infrastruktur ist verschiedenen Gefährdungen ausgesetzt. Das geht von höherer Gewalt (Blitzschlag,
Feuer, Sturm) über technisches Versagen (Stromschwankungn, Stromausfälle, Unter- sowie Überspannungen) als auch
menschlichem Versagen (fahrlässiger Umgang mit Daten, Zugangskontrolle oder Konfigurations- und Administrationsfehler)
bis hin zum vorsetzlichen Handlungen (interne Manipulation, externe Angriffe, Vieren, Trojaner oder Würmer).
Auf den Seiten von Brieselang.NET werden nur die folgenden Themen behandelt:
- Blitzschutz
- Überspannungsschutz
- Stromschwankungen
- Stromausfälle
Vergessen Sie also nicht, die anderen Aspekte in Ihre Sicherheitsbetrachtungen mit einzubeziehen.
Verfügbarkeit
Eine 100%-ige Verfügbarkeit kann es kaum geben. Aber wir streben immer danach, die maximale Sicherheit zu erreichen.
In der IT-Branche gibt es verschiedene Möglichkeiten die Sicherheit zu erhöhen. Ausgedrückt wird die Sicherheit durch
die Verfügbarkeit im Prozent. Bezogen auf ein Jahr bedeutet der Wert folgende Ausfallzeiten:
Beziehung der Verfügbarkeit zur Ausfallzeit im Jahr
| Verfügbarkeit |
Ausfallzeit / Jahr |
| 99,5% |
knapp 2 Tage (1,8d) |
| 99,9% |
etwa ein Arbeitstag (8,76h) |
| 99,99% |
weniger als eine Minute (52s) |
| 99,999% |
wenige Sekunden (5,2s) |
Mathematisch definiert ist die Verfügbarkeit aus dem Verhältnis der mittleren Intaktzeit
(MTBF) und der
mittleren Ausfallzeit (MDT).
V = MTBF / (MTBF + MDT)
Da ein monatlicher Ausfall von 30 Sekunden
und ein Ausfall nach 10 Jahren von einer Stunde die gleiche rechnerische Verfügbarkeit ergeben, sollte neben der
Verfügbarkeit immer auch der Wert der MTBF betrachtet werden.
Redundanz
In einer Parallelschaltung sind die Komponenten redundant angeordnet. Das System ist verfügbar, solange mindestens eine
von mehreren Komponenten verfügbar ist. Man spricht hier auch von unabhängigen Komponenten.
Die Gesamtausfallzeit in einer Parallelschaltung ergibt sich aus dem Produkt der Einzelausfallzeiten.
MDTgesamt = MDT1 * MDT2 * ... * MDTn
Vgesamt = 1 - MDTgesamt
Hieraus ergibt sich:
Durch eine redundante Anordnung wird zwar die Fehlerwahrscheinlichkeit im System auf Grund der größeren Zahl von Elementen
erhöht. Doch durch die Art der Verknüpfung sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls des Gesamtsystems beträchtlich:
Da Einzelkomponenten in der Regel eine Ausfallzeit kleiner 100 Prozent aufweisen, ist die Ausfallzeit und Ausfallwahrscheinlichkeit
des Gesamtsystems hier wesentlich niedriger als die einer Einzelkomponente.
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