|
Überspannungsschutz für Antennenanlagen
Anlagen für Home-Entertainment bieten uns täglich Informationen und Freude. Hochwertige und moderne
Systeme haben zudem hohe Anschaffungskosten. Damit die Freude am schönen neuen Gerät nicht nur bis
zum nächsten Sommergewitter hält, sollten rechtzeitig die passenden Maßnahmen zum Blitz- und
Überspannungsschutz getroffen werden. Um nicht vor jedem drohenden Gewitter hinter dem Schrank die
Strom- und Antennenstecker ziehen zu müssen, kann man mit einfachen Maßnahmen einen automatischen und
wirksamen Schutz aufbauen.
SAT-Antennen müssen auf den gewünschten Satteliten ausgerichtet sein. Aber die Wahl des Standorts
sollte auch nach weiteren Gesichtspunkten erfolgen. Gerade wenn die Antenne auf dem Dach montiert
wird, ist sie bei Gewitter eine potentielle Einschlagstelle für Blitze. So kann der Blitz über das
SAT-Kabel ins Haus gelangen und die Geräte zerstören, Kabel verschmoren und weitere Schäden anrichten.
Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass man Antennen nicht unbedingt auf dem höchsten Punkt
des Daches errichtet. Nach DIN VDE 0855 T1 sind für Außenantennen, die sich mehr als 2m unterhalb der
Dachkante und weniger als 1,5m vom Gebäude entfernt sind, keine Schutzmaßnahmen erforderlich. In allen
anderen Fällen muss die Antennenanlagen geerdet werden.
 Installation eines Kombiadapters vor dem SAT-Receiver
Das Signal der Sattelitenanlage wird von einem LNB (Low Noise Block Converter) aufgenommen. Es wird
über ein Koaxialkabel mit Impedanzwert von 75Ω an den SAT-Receiver geleitet, der es für den
Eingang am Fernseher aufbereitet. Ist nur eine Empfangsanlage für mehrere Fernseher vorhanden, wird
das Signal über einen SAT-Multiswitch verstärkt und aufgeteilt.
 Installation eines Überspannungsschutzes vor dem SAT-Multiswitch
Um die Anlage gegen Überspannungen zu schützen, ist ein Überspannungsschutz vor dem ersten Gerät nach
Hauseintritt zu installieren - also vor dem Receiver oder vor dem Multiswitch. Dabei sollten die Geräte für den Überspannungsschutz
keine Reflektionen des HF-Signals erzeugen und nur eine geringe Dämpfung aufweisen. Die frequenzabhängige
Dämpfung überschreitet bei guten Überspannungsschutz-Adaptern nie den Wert von 2dB.
|
Es gibt kleine Überspannungsschutz-Zwischenstecker, die für geringen Preis angeboten werden. Sie sind oft aus Metall,
haben einen F-Stecker auf der einen Seite und eine F-Buchse auf der anderen Seite und sollen zwischen LNB und Receiver
geschaltet werden. Manche Shops empfehlen sogar an jedem Ende einen Zwischenstecker zu installieren. Diese Geräte bieten
keinen professionelle Schutz, weil sie die Überspannung kurz schliessen aber nicht zur Erde ableiten. Der SAT-Receiver ist
ein schutzisoliertes Gerät, dass keinen Schuko-Stecker nutzt. Selbst, wenn der Schirm des Koaxialkabels mit dem Gehäuse
des Receivers verbunden ist, kann die Überspannung nicht abgeleitet werden. Wenn solche Zwischenstecker bereits installiert
sind, sollte der Betreiber den Schirm des Koaxialkabels an irgendeiner Stelle zwischen LNB und Receiver mit dem
Potentialausgleich des Hauses verbinden.
|
|
|
Überspannungsschutz für 4 x SAT und eine terrestrische Antenne
 |
|
In vielen Haushalten wird mehr als nur ein Fernseher genutzt. Für eine optimale Sicherheit wird
der Überspannungsschutz daher nach dem Hauseintritt und vor der Verteilung eingebunden. Der
TV 4+1 von OBO Bettermann schützt gleichzeitig vier SAT-Eingänge und
einen Eingang einer terrestrischen Antenne. Da der Adapter keinen Zugang zum Schutzleiter hat,
muss er bei der Montage über die dafür vorgesehene Klemme fest mit dem Erdpotential verbunden werden.
Die Stromversorgung der Heimelektronik sollte
zur kompletten Absicherung ebenfalls mit einem Überspannungsschutz versehen werden.
|
... weiter zu Überspannungsschutz für USV
|
|