Überspannungsschutz und unterbrechnungsfreie Stromversorgung


Unterbrechungsfreie Stromversorgungen sind in erster Linie entwickelt, um bei Stromausfall die Versorgung der wichtigen Geräte für eine gewisse Zeit aufrecht zu erhalten. Hochwertige Gerät erhöhen die Versorgung bei Unterspannung und begrenzen bei Überspannung. Einen Ersatz der Blitz- und Überspannungssschutzanlage können sie aber nicht bieten!


In Deutschland gilt eine gesetzliche Pflicht für Überspannungsschutz für alle elektrischen Geräte, die nach 1998 produziert oder eingeführt worden sind. Der Überspannungsschutz ist Teil der Prüfung nach elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV) und wird durch die CE- Konformitätserklärung bzw. das CE-Zeichen am Gerät ausgewiesen. Der Schutzgrad ist aber auf ein Minimum beschränkt und bezieht sich in erster Linie auf den Personen- und Brandschutz von energieschwachen Überspannungen. Eine Ableitung der Energie zur Erde ist beispielsweise nicht gefordert.


Eine höhere Sicherheitsstufe für Überspannungsschutz wird durch dedizierte Schutzgeräte erreicht. An besonders kritischen Stellen werden diese Schutzgeräte vor den zu sichernden Geräten eingefügt. Kritisch sind besonders lange elektrische Leitungen, auf denen sich Überspannungen einkoppeln können und generell alle Leitungen die von Außen in das Gebäude eingeführt werden. Neben der allgemeinen Stromversorgung sind das auch Datenleitungen und Antennenleitungen. Wichtig dabei ist, immer zu beachten dass alle Zuleitungen des zu sichernden Systems gleichzeitig gegen Überspannung gesichert werden. Nichts ist ärgerlicher, als wenn das System genau durch die ungesicherte Zuleitung außer Kraft gesetzt wird, obwohl die anderen Zuleitungen geschützt waren.


Die höchste Sicherheitsstufe wird erreicht, wenn der Überspannungsschutz als Bestandteil des gesamten Blitzschutzes eines Gebäudes integriert wird. Zum kompletten Blitzschutz gehört der äußere Blitzschutz mit seinen Fangleitungen, Ableiter und Erdungen sowie der innere Blitzschutz. Der wiederum umfasst den Potentialausgleich und eben den selektiven Überspannungsschutz. Ohne den äußeren Blitzschutz könnte die gesamte Energie eines Blitzes seinen Weg direkt über einen Überspannungsschutz zur Erde finden. Neben anderen katastrophalen Auswirkungen in Gebäude wird auch der Schutzadapter diesen Blitzschlag wahrscheinlich nicht überstehen. Der äußere Blitzschutz liegt in der Verantwortung des Besitzers oder Verwalters des Gebäudes und sollte immer nur von Fachbetrieben ausgeführt werden.


Die USV-Geräte sind natürlich auch nach den aktuellen CE-Richtlinien erstellt und geprüft. Somit sind sie auch gegen geringe Überspannungen selbst geschützt. Sie werden oft sogar sauber herunter geregelt und wirken sich nicht mehr auf die Verbraucher aus. Sobald die Überspannungen wie durch einen Blitzschlag energiereicher werden, sind die USVs genau so den Gefahren ausgesetzt, wie alle anderen elektrischen Geräte. Die Überspannungen können beispielsweise zu Beschädigungen der Entstörkondensatoren einer USV führen. Eine Besonderheit dabei bilden die Online-USVs (VFI). Sie besitzen einen internen Bypass um sich selbst zu schützen. Genau beim Auftreten der Überspannungen wird der interne Bypass aktiv und leitet die Überspannung ungehemmt an die eigentlich zu schützende Geräte weiter. Es empfiehlt sich generell, einen Überspannungsschutz noch vor der USV zu installieren.


Überspannungsschutz vor unterbrechungsfreie Stromversorgung
Überspannungsschutz vor unterbrechungsfreie Stromversorgung


Vor allem kleine USV-Geräte besitzen zusätzlich oft einen integrierten Überspannungsschutz für Datenleitungen. Die asiatischen Geräte haben dabei meistens zwei RJ-9 Buchsen verfügbar um analoge Telefonleitungen einzuschleifen und somit zu schützen. Europäische Geräte haben dagegen oft 8-polige RJ-45 Buchsen, um analoges Telefon, ISDN oder Ethernet-Verbindungen zu schützen. Für die Nutzung dieser Schutzmöglichkeit muss genau geprüft werden, ob die elektrischen Werte für die zu schützende Zuleitung passen und die PIN-Belegung am Stecker mit der Schutzschaltung am Gerät übereinstimmt. Auch diese Schutzsysteme müssen die Überspannung an die Erde ableiten und benötigen ebenfalls einen separat verlegten Schutzleiter mit Anschluss an den Potentialausgleich des Hauses.


Brieselang P100

USV-Garäte müssen daher, wie alle anderen Geräte, in das Sicherheitskonzept der Blitzschutzanlage eingebunden werden. Auf jedem Fall ist es sinnvoll, die Zuleitung der USV über einen Überspannungsschutzadapter zu sichern. Das schützt die USV und die dahinter angeschlossenen Geräte. Hier wird der Brieselang P100 aus dem eigenen Hause empfohlen. Er besitzt eine zweistufige Schutzschaltung und kann bis zu 16A belastet werden.


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