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Überspannungsschutz Suppressordiode
Die Suppressordiode ist das Bauelement für den Überspannungsschutz mit dem schnellsten Ansprechverhalten
und der engsten Spannungsbegrenzung. Sie arbeitet in Schutzschaltungen bidirektional im Rückwärtsbetrieb.
Die Durchlasskennlinie spielt hierbei keine Rolle und ist deshalb im Bild unten nicht dargestellt. Die
Kennlinie wird im dritten Quadranten in den Sperrbereich, Knickbereicht und den Durchbruchbereich eingeteilt.
Markante Punkte hierfür sind:
- UR äußerster Punkt der Sperrspannung (revers-stand-off voltage)
- UB Durchbruchspannung (break-down voltage)
- UC Begrenzungsspannung (clamping voltage)

Kennlinie einer Suppressordiode
Die Funktion der Surpressordiode im Sperrbereich beruht darauf, dass die Valenzelektronen im Siliziumkristall
aufgrund großer elektrischer Feldstärken von den Atomkernen gelöst werden. Diese freien Elektronen, die bei
der Durchbruchspannung entstehen, ermöglichen einen schnell ansteigenden Strom in Sperrrichtung. Durch
Stoßionisation erhöht sich der Strom im Durchbruchsbereich. Wie aus der Kennlinie ersichtlich ist, kann dieser
Strom relativ weit ansteigen, ohne dass sich die Spannung wesentlich erhöht.

Suppressordiode
Der Übergang vom Sperrbereich in den Durchbruchbereich, der durch den Knickbereich dargestellt ist, erfolgt
nicht schlagartig, jedoch sehr schnell in einigen 100ps. Ebenso vorteilhaft wie die kurze Ansprechzeit ist
die Spannungsbegrenzung, die etwa dem 1,8-fachen der Nennspannung entspricht. Die Eigenkapazität der
Supressordiode, die von der Nennspannung abhängt, ist im Vergleich zu Varistoren wesentlich geringer.
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